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Freitag, 25. Juli 2014

Die Sängerin Elisa Stünzner (1886-1975)



Elisa Stünzner als Oktavian


Die Sängerin Elisa Stünzner gehört, wie Charlotte Viereck, zu einer Generation von Sängerinnen an der Dresdner Staatsoper, die in den zwanziger Jahren beliebt waren und hervorragende Leistungen erbrachten, heute aber kaum bekannt sind. Bei Elisa Stünzner klingendem Nachlass ist das Problem, dass sie ihre Aufnahmen in einer Zeit machte, wo das elektrische Aufnahmeverfahren das akustische ablöste, aber noch nicht ausgereift war. Viele frühe elektrische Aufnahmen aus den Jahren 1926 und Anfang 1927 waren technisch nicht besonders gut und deshalb auf Dauer nicht konkurrenzfähig. Gleichzeitig waren die späten Zwanziger Jahre nach dem verlorenen Krieg und der überstandenen Inflation eine Zeit der relativen Armut in Deutschland, wo wenig Geld für Kultur ausgegeben wurde. So lohnten sich Neuaufnahmen meist nicht, zumal Elisa Stünzner hauptsächlich in Dresden bekannt war, und die Platten waren nur für 3 - 4 Jahre im Handel. Die mir bekannten Grammophon-Aufnahmen (von denen alle bis auf drei Seiten weiter unten heruntergeladen werden können) sind 1926 und 1927 aufgenommen worden. Im Grammophon-Katalog von 1931 sind von ihnen nur noch drei Platten (95023, 90008, 90009) gelistet. Alle anderen waren schon nicht mehr erhältlich, zumindestens in Deutschland.

Elisa Stünzner wurde 1886 geboren und studierte Gesang am Leipziger Konservatorium. 1909 debütierte sie mit einer kleine Rolle (Hirtenknabe im Tannhäuser) in Dresden und blieb dort bis zum Ende ihrer Opernkarriere 1935. In wenigen Jahren eignete sie sich das gesamte jugendlich-dramatische Repertoire an und war von Richard Strauss sehr geschätzt. Musste sie sich in der Uraufführung des Rosenkavaliers 1911 noch mit einer kleinen Partie zufriedengeben, war sie später auf den Oktavian abonniert. 1920 sang sie in der Premiere der Frau ohne Schatten die Färbersfrau und 1930 die Salome in einer Galavorstellung zum 25jährigen Jubiläum der Uraufführung des Werks unter der Leitung des Komponisten Richard Strauss. Sie sang die Uraufführungen von mehreren Liederzyklen von Ernst Krenek und war auch im Konzertsaal bewundert. Nach dem Ende ihrer Operntätigkeit unterrichtete sie an der Leipziger Musikhochschule, und nach dem Krieg an der Musikhochschule von Dresden. Sie gab noch bis 1951 Liederabende.

Rückseite der Rosenkavalier-Karte mit Widmung und Autogramm 

Insgesamt hat sie nach meiner Kenntnis 18 Plattenseiten für Grammophon aufgenommen. In meiner Auflistung unten fehlen Grammophon/Polydor 95015 mit folgenden Titeln: Lohengrin - Euch Lüften die mein Klagen (Kat. B 24332, Mx. 84 be, aufgenommen 16.X.26) und Zauberflöte - Ach ich fühl's (Kat. B 24333, Mx. 87 be, aufgenommen 18.X.26 - Die Datumsangaben stammen von CHARM). Die Titel der Grammophon 90011 sind mir nicht bekannt. Ich vermute, dass das Lied "Verschwiegene Liebe" von Hugo Wolf, das ich auf der Seite Cantabile subito gefunden habe, eine Seite davon darstellt. Vielleicht gibt es aber noch weitere Platten von ihr. Es soll auch eine Preiser-LP aus der Serie Lebendige Vergangenheit gegeben haben, die ich nicht kenne. Falls ein Leser die Platte besitzt, wäre ich für einen Scan des Covers und evtl. einer Überspielung der fehlenden Titel dankbar. Ich würde dann meine Liste ergänzen und die Titel hier veröffentlichen.

Elisa Stünzner als Elsa



Zu den Aufnahmen für Grammophon kommen vier Seiten für Parlophon mit Ausschnitten aus dem Rosenkavalier. Zwei davon sind in der Meta-Seinemeyer-Edition von Preiser veröffentlicht, weshalb ich sie hier auch anhängen kann. Es fehlen: 1. Akt "Bin von soviel Finesse charmiert" mit Meta SEINEMEYER und Emanuel LIST (Rs. von Tr. 16. Mx. 2-20943) und 3. Akt "Mein Gott" mit Meta SEINEMEYER und Grete MERREM-NIKISCH (Rs. von Tr. 17, Mx. 2-20943). Sie sind aufgenommen am 21.IX.1928.

Das Sängerlexikon erwähnt noch eine akustische Platte mit Duetten mit Max Hirzel auf dem Label »Schweizer-Tonkunstplatte«.


Elisa Stünzner - Playlist

Grammophon:
  1. Margarethe - Es war ein König in Thule (Gounod) 
      Gram 95022, Kat. B 24346, Mx. 174 bi
  2. Euryanthe - Glöcklein im Tal (Weber)   
      Gram 95022, Kat. B 24339, Mx. 177 bi
  3. Othello - Ave Maria (Verdi)
      Gram 95014, Kat. B24330, Mx. 81 be
  4. Othello - Lied von der Weide (Verdi)
      Gram 95014, Kat. B24331, Mx. 89 be
  5. Madame Butterfly - Weh mir (=Eines Tages sehn wir) (Puccini)
      Gram 95023, Kat. B24347, Mx. 517 be
  6. Tosca - Nur der Schönheit (Puccini)
      Gram 95023, Kat. B24348, Mx. 518 be
  7. Martha: Letzte Rose (Flotow)
      Gram 90008, Mx. 364 bn
  8. Schlafe, holder süßer Knabe (Schubert)
      Gram. 90012, Mx. 498 bf
  9. Ständchen (Brahms)
      Gram. 90012, Mx. 497 bf
10. Wiegenlied (Guten Abend , gute Nacht - Brahms)
       Gram. 90009, Mx. 367 bn
11. Immer leiser wird mein Schlummer (Brahms)
      Gram. 90010, Mx. 498 bf
12. Waldeinsamkeit (Reger)
      Gram. 90009, Mx. 365 bn
13. Des Kindes Gebet (Reger)
      Gram. 90010, Mx. 366 bn
14. Aus der Jugendzeit (Radecke)
      Gram. 90008, Mx. 363 bn
15. Verschwiegene Liebe (Wolf) (from www.cantabile-subito.de)
      Gram. 90011 ?

Parlophon:
16. Rosenkavalier 1. Akt - Nicht dort, das ist das Vorzimmer (Strauss)
      mit Meta SEINEMEYER, Emanuel LIST, Parlo P.9868 o. P.9660. 
      Mx. 2-20941-2 [Stünzner as Octavian sings just 4 short sentences]
17. Rosenkavalier 3. Akt - Habs mir gelobt (Strauss) [actually it starts with: 
     Marie Theres...] mit Meta SEINEMEYER, Grete MERREM-NIKISCH, Parlo 
     P.9869 o. P.9661, Mx. 2-20944-2


1-6: Orchester, Ltg. Johannes Heidenreich
7-15: Am Blüthner-Flügel: Johannes Heidenreich
16-17: Orchester, Ltg. Frieder Weissmann, rec. 21.IX.1928


Elisa Stünzner, http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/manskopf/content/pageview/5493110


Stünzner, Elisa, Sopran, * 10.1.1886 Altenburg (Thüringen), † 19.9.1975 Dresden; Musikstudium am Konservatorium von Leipzig. 1909 wurde sie als Volontärin an die Dresdner Hofoper verpflichtet, (Antrittsrolle: Hirtenknabe im »Tannhäuser«), und bis zur Aufgabe ihrer Bühnenkarriere im Jahre 1935 ist sie Mitglied dieses Opernhauses geblieben. Nach weiterer Ausbildung durch Dora Erl in Dresden eignete sie sich das gesamte jugendlich-dramatische Rollenfach an. Man schätzte sie zumal in Opern von Richard Strauss; sie sang u.a. die Salome unter seiner Leitung bei einem Gastspiel an der Staatsoper von Wien; am 26.1.1911 sang sie eine kleine Partie in der Uraufführung des »Rosenkavaliers«. 1918 in der der Oper »Der Eroberer« von Jan Brandts-Buys, 1926 in der Uraufführung von »Der Protagonist« von Kurt Weill, 1927 in der von Alfred Schattmanns Oper »Die Hochzeit des Mönchs«, ebenfalls 1927 in der von »Traumland« von Jan Brandts-Buys. 1929 sang sie an der Dresdner Staatsoper in der Uraufführung der Oper »Jürg Jenatsch« von Heinrich Kaminski, 1932 übernahm sie dort in der Uraufführung der Oper »Mister Wu« von d'Albert die Partie der Mutter, 1920 in der Premiere der »Frau ohne Schatten« von R. Strauss die der Färbersfrau. Geschätzte Konzert- und Liedersängerin. 1930 sang sie in Dresden die Salome in einer Galavorstellung zum 25jährigen Jubiläum der Uraufführung des Werks unter der Leitung des Komponisten Richard Strauss. Dieser schätzte sie auch als Diemut in seiner Oper »Feuersnot«, als Octavian im »Rosenkavalier« und als Komponist in »Ariadne auf Naxos«. 1930 kreierte sie die »Fiedellieder« von E. Krenek, ebenfalls 1930 dessen »Reisebuch aus den österreichischen Alpen«, 1932 die »Gesänge des späten Jahres« vom gleichen Komponisten. Sie galt allgemein als hervorragende Interpretin zeitgenössischer Musik. 1935 verabschiedete sie sich in Dresden als Elisabeth im »Tannhäuser« von der Bühne. Sie wurde dann Professorin an der Leipziger Musikhochschule, später an der Carl Maria von Weber-Hochschule in Dresden, deren Ehrensenator sie nach Aufgabe ihrer Lehrtätigkeit wurde.

Schallplatten: elektrische Aufnahmen auf Polydor und Parlophon, eine akustische »Schweizer-Tonkunstplatte« (Duette mit Max Hirzel).
[Lexikon: Stünzner, Elisa. Kutsch/Riemens: Sängerlexikon, S. 23572 (vgl. Sängerlex. Bd. 5, S. 3382 ff.) (c) Verlag K.G. Saur]


As a young woman she changed her name from Elisabeth to Elisa
(as you see at the foot of the card)


Above you find most of the recordings of Elisa Stünzner, who sang in Dresden from 1909 to 1935 and was not only a pretty woman but also a fine singer, who was in special favour of Richard Strauss (even if Strauss tried everything to keep ALL singers who he might need in the future in good mood). She sang the Färbersfrau in the premiere of his Frau ohne Schatten and some other first stagings of contemporary operas, which are listed in the article from the Sängerlexikon above.

Stünzner recorded mainly for Grammophon and that only between 1926 and 1927, at a time where not many records were sold and when the new electrical recording method still was in its infancy. So her 18 titles for Grammophon are all rare, because they were on sale only for three or four years and sometimes (recording-) technically not very good. But they are fine sung and bring interesting and rarely recorded titles, like the Euryanthe-Aria and the two Lieder by Max Reger.

Three sides of her Grammophons are missing above (from 95015 and 90011), also some informations. If you have some of the missing records or the Preiser Lebendige Vergangenheit LP devoted to her, please let me know and send me a scan of the covers.


There are many more fine photos of Elisa Stünzner, but I will stop here... This one is from 1927, too.


PS. Here is another photo which I did not dare to copy for this blog (don't wanna pay...) of Stünzner as Euryanthe. One of the arias of this opera is on the playlist above.

http://www.bildindex.de/obj32025204.html#|home      (click on Photo to enlarge).



Sonntag, 20. Juli 2014

Hermann Weil vol. 3 - Tannhäuser 2. Akt "Sängerkrieg" Odeon 1910




Das Album - ein teurer kultureller Luxus im Jahr 1910


Es enthält vier 30-cm-Platten und sechs 27-cm-Platten

Here comes the Odeon Tannhäuser Set (second act) from 1910. It came as a huge album with four 30cm-records and six 27cm-records. It was, as it seems, the fifth attempt to record complete operas or scenes, as it is signed "Opernserie E". (Opernserie A was Cavalleria Rusticana from Feb. 1909, Opernserie C a complete Bajazzo from Summer 1909, B and D unknown to me). It was an answer to Gramophone, who had edited a comlete Faust and a complete Fledermaus in 1908. The personnel included many at that time famous singers and a 34 year old Hermann Weil, who was on his way to the peaks of his career. It is not usual to take such a young singer for the role of Wolfram, who needs much characterisation and vocal abilities, but only one year later Hermann Weil was on his way to Bayreuth and America. The other singers were in a contract with Odeon, and most of them made other recordings for Odeon and later other companies. About the singers will be said more down below. First of all here is the cast of the opera and a track-list.



Hermann, Landgraf von Thüringen -                                    Leon Rains (Bass)
Tannhäuser, Ritter und Sänger  -                                          Fritz Vogelstrom (Tenor)
Wolfram von Eschenbach, Ritter und Sänger  -                    Hermann Weil (Bariton)
Walther von der Vogelweide, Ritter und Sänger  -               Walter Kirchhoff (Tenor)
Biterolf, Ritter und Sänger -                                                 Karl Armster  (Bass)
Heinrich der Schreiber, Ritter und Sänger  -                        Josef Schöffel (Tenor)
Reinmar von Zwetter, Ritter und Sänger -                           Arthur Neudahm (Bass)
Elisabeth, Nichte des Landgrafen -                                      Annie Krull (Sopran)


  1. Einleitung - Großes Odeon-Orchester
      50699, xB 4905
  2. 1. Szene: Auftritt der Elisabeth - Dich Teure Halle - Annie Krull
      50700, xB 4926
  3. 2. Szene , 1. Teil - Tannhäusers Auftritt: O Fürstin! - Annie Krull, Fritz Vogelstrom,
      Hermann Weil
      50701, xB 4927
  4. 2. Szene , 2. Teil - Szene der Elisabeth: Verzeiht, wenn ich nicht weiß - Annie Krull
      50702, xB 4928
  5.  2. Szene , 3. Teil - Duett zwischen Tannhäuser und Elisabeth: Den Gott der Liebe sollst
       du preisen - Annie Krull, Fritz Vogelstrom
       50703, xB 4929-2
  6.  3. Szene - Landgraf und Elisabeth: Dich treff ich hier - Annie Krull, Leon Rains
       80046, xxB 4941
  7.  Einzug der Gäste Teil 1 - Chor der Hofoper Berlin
       80047, xxB 4921
  8.  Einzug der Gäste Teil 2 - Chor der Hofoper Berlin
       80048, xxB 4922-2
  9.  3. Szene (sic!) Ansprache des Landgrafen: Gar viel und schön -
       Leon Rains
       80049, xxB 4930
10.  Ansprache des Landgrafen Teil 2: Bereitet heute - Leon Rains
       80050, xxB 4943
11.  4. Szene. Der Sängerkrieg - Wolframs erster Gesang: Blick ich umher -
       Hermann Weil und Chor der Hofoper
       80051, xxB 4934
12.  Tannhäusers Erwiderung "Auch ich darf mich" und Walthers Sang "Den Bronnen"-
       Fritz Vogelstrom, Walter Kirchhoff
       80052 (-2), xxB 4942
13.  Tannhäusers und Biterolfs Gesänge - Fritz Vogelstrom, Karl Armster
       50704, xB 4935
14.  Wolframs zweiter Gesang "O Himmel" und Tannhäusers Schlußgesang "Dir Göttin" -   
       Hermann Weil, Fritz Vogelstrom
       50705, xB 4936
15.  Ensemble - Ihr habt's gehört - Annie Krull, Leon Rains, Hermann Weil,
       Walter Kirchhoff, Josef Schöffel, Arthur Neudahm, Karl Armster, Chor der Hofoper
       50706 (-2), xB 4937
16.  Elisabeths Fürbitte: Der Unglücksel'ge, den gefangen - Annie Krull
       50707 (-5), xB 4933
17.  Ensemble: Erbarm' dich mein - Leon Rains, Fritz Vogelstrom, Hermann Weil,
       Walter Kirchhoff, Josef Schöffel, Arthur Neudahm, Karl Armster, Chor der Hofoper
       80053, xxB 4938
18. .Ensemble: Ich fleh' für ihn - Annie Krull. Leon Rains, Fritz Vogelstrom, Hermann Weil,
       Walter Kirchhoff, Josef Schöffel, Arthur Neudahm, Karl Armster, Chor der Hofoper
       50708 (-2), xB 4939-2
19.  Des Landgrafen Anklage: Ein furchtbares Verbrechen - Leon Rains
       50709, xB 4931
20.  Finale: Mit ihnen sollst du wallen - Leon Rains, Fritz Vogelstrom, Hermann Weil,
       Walter Kirchhoff, Karl Armster, Chor der Hofoper
       50710, xB 4940


Koppelung der Seiten: 1/2, 3/13, 4/5, 6/11, 7/8, 9/10, 12/17, 14/15, 16/18, 19/20
Nr, 6-12, 17: 80... = 30 cm, all others 50... = 27cm
Order of recording: 1, 7, 8, 2, 3, 4, 5, 9, 19, 16, 11, 13, 14, 15, 17, 18, 20, 6, 12, 10.











Annie Krull als Elisabeth in Tannhäuser

Annie Krull (1876-1947) was an important singer in Dresden in the first decade of the last century. After her debut in Saxony (Plauen) 1898 she came to Dresden and was admired there from 1901 to 1910. Richard Strauss estimated her very much: she sang in the premiere of his Feuersnot on Nov. 22th, 1901, and Strauss wanted her for his first Salome, but he had to give the role to Marie Witte, the primadonna and first dramatic soprano of the house. Later, on Feb. 25th, 1909 came her great hour when she sang the first Elektra in the premiere, a role in which she had a big success. But maybe the role was too heavy for her voice:  It seems that at the recording of the Tannhäuser in 1910 she already was on her decline. She changed the same year to the Mannheimer Hoftheater (which did not have half the reputation of the Dresden opera) and left the stage as soon as 1912.
We hear a rather small voice, which is from its basic qualities not very impressing, but with fine expressive and dramatic abilities (for which she was known). The voice is not well documentated. These are her only recordings for Odeon, and there are only some hard to find Pathés and a few Edison cylinders which she recorded. As Elektra, from today's perspective with singers like Astrid Varnay or Birgit Nilsson in the ear, I cannot imagine her.





Fritz Vogelstrom als Tannhäuser

Fritz Vogelstrom (1882-1969) made his debut 1904 in Mannheim as Tamino. Only five years later he was Parsifal in Bayreuth, and his name today is connected mostly with Wagnerian roles. From 1912 to 1929 he was the first Heldentenor in Dresden, where he also took part in some Dresden premieres of Richard Strauss operas: Ariadne auf Naxos 1912 (main premiere was in Stuttgart) and Die Frau ohne Schatten 1919 (main premiere was in Vienna). He made recordings for many companies throughout his career, from  G&T (Mannheim, 1907), Parlophon, Odeon, Vox, Pathé up to Homochord (1922). There also is an unpublished Edison record.

Leon Rains, Original in der Unibibliothek Frankfurt,
http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/manskopf/content/pageview/5551373

Leon Rains (1870-1954) was born and died in America. He started as a boy soprano in a New York church choir and became finally a basso. In Bayreuth he sang 1904 Hagen in Götterdämmerung. He was engaged in Dresden from 1899 to 1910 and was forced to return to America during the First World War. His opera career ended then, and he sang a few years in concerts before becoming a voice teacher in 1924. He made only few recordings, the oldest in the famous Bayreuth-1904-series of Gramophone and Typewriter.
He sings his part with a deep basso voice and a vivid declamation, typical for Cosima's Bayreuth style.

Hermann Weil Bayreuth 1912 as Hans Sachs

Hermann Weil as Hans Sachs Bayreuth 1925
The same photo with signature, but punched. Sometimes you can't have everything...


Hermann Weil (1876-1949), meanwhile something as an "artist in residence" in this blog, had his debut with the role of - guess what - Wolfram in Tannhäuser when he started as opera singer in Freiburg im Breisgau in the year 1901. A few years later he sang the role of Wolfram in this recording. In Bayreuth he never sang this role, but was Hans Sachs in 1911/12 and 1924/25. In 1911/12 he also sang Amfortas and Gunther in Götterdämmerung there. He was active in Stuttgart until 1933 and was later forced to emigrate to the USA because he was jewish.

I think he does his job very well here, and he is one of the outstanding artists of this set, together with Vogelstrom and Rains.



Walter Kirchhoff as Tanhäuser
Walter Kirchhoff (1871-1959) had a long career as Wagner tenor, but here in this set he had to take the rather small role of Walther von der Vogelweide. In between he was cavalry officer in World War I, and there are many pictures of him as a soldier. His last recordings were made in 1930, and he was on stage until 1935.


Karl Armster


Karl Armster (1883-1943) was a fine baritone, who was estimated as a Wagner singer. He had a rather short career (1906-1931) but left some recordings for many companies (Pathé, Vox, Homochord, Parlophon, Jumbo, Polyphon and HMV). The role of Biterolf in this set is his only Odeon recording. He followed Herman Weil in Bayreuth and sang Amfortas and Gunther in the Festspiele 1914.


The other singers Joseph Schöffel and Arthur Neudahm cannot be heard in this recordings individually, as they only sing in the mass scenes and are not to identify. Schöffel (1881-1952), a tenor, was member of the Berlin Court opera from 1909-1912 and later sang at smaller houses. He left a few recordings, which are all rare. Arthur Neudahm cannot be traced - he does not even have an entry in the omniscient Sängerlexikon. If you know something about him: just tell me.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Götterdämmerung Bayreuth 1942


Marta Fuchs als Brünnhilde in Götterdämmerung



While surfing through Youtube investigating for some recordings I came over a complete recording of the Götterdämmerung from Bayreuth 1942. I listened a few minutes and was captured at once by the presence of this recording and the fine singers. I downloaded it and changed it to MP3. It was all in one big file, and so I undertook the work cutting it in listenabel pieces and write correct taggs for it. There are many sources for fine recordings in the web, but is is often much work to make them easily consumeable. Also you hear more, when you know more, and I did some research about the participating artists. This work can be shared, and that is what I want to do here. So here is the download, and a few remarks about the singers.

Cast list


This time I had to cut the whole opera into threee pieces. They are numbered by sequence, and I propose that you put all the files in one folder after unzipping the three folders.

DOWNLOAD:

http://www.4shared.com/zip/apKQvqm8ce/Gtterdmmerung_1942_1_Aufzug_An.html

http://www.4shared.com/zip/BQiDe24xce/Gtterdmmerung_1942_1_Aufzug_En.html

http://www.4shared.com/zip/vqHzh4N4ba/Gtterdmmerung_1942_3_Aufzug.html








The performance was directed by Karl Elmendorff. He has been active in Bayreuth since 1927, and the year 1942 was his last year in Bayreuth - don't know why he wasn't taken there anymore. I think he did a real good job. His Tristan from 1928, which I like very much, is already at my blog:
http://recordplayer78.blogspot.de/2012/07/tristan-und-isolde-bayreuth-1928.html



Set Svanholm, here probably as Lohengrin



Siegfried is done by Set Svanholm. This was, exept for Eric in Der Fliegende Holländer the same year, his only appearence at Bayreuth. He was born 1904 and started relatively late as a singer (1930), first as a baritone (like Lauritz Melchior and some others). In 1937 he changed to tenor. After the war he had a long carreer at the Met and in Europe. He sang his last Tristan one year before his early death in 1964. We hear a bright voice with a fine timbre and a clear diction - just like the most of his fellow singers.


Marta Fuchs als Brünnhilde in Walküre

Marta Fuchs (1898-1947) started as alto in 1923. From 1930 she sang at the Staatsoper Dresden and changed to dramatic soprano. Since 1935 she sang in Berlin and Dresden. She was a column of the Bayreuther Festspiele from 1933 to 1942, where she sang Kundry (1933-37), Isolde (1938) and Brünnhilde (1938-42). She had a huge voice with a dark timbre and was also estimated for her acting abilities. She also took part in the recording of the second Act of Walküre with Lauritz Melchior under Bruno Walter in 1936. I think she is on the same level as Frida Leider.





A surprise for me was the Waltraute of Camilla Kallab. I had never heard of her before and found out, that she was a noted singer but left only very few recordings and no commercially recorded discs at all.
She was born 1910 (the Sängerlexikon gives no year of her death) and made her debut 1930. She sang in Dresden 1930-34 and in Leipzig from 1934-44. In Dresden she took part in the premiere of Arabella (Strauss) on July 1st, 1933. After the war she sang for four years in Wiesbaden and then at the Komische Oper Berlin until the 1960ies. There is also a recording from her as Magdalena in Meistersinger from 1943 and another one from New York 1952, but that's it. We hear a fine alto (or mezzo - photos on the web show her also as Carmen), who does her great scene very well (Erzählung der Waltraute, Track 12). She also sings one of the three norns here.


Robert Burg (1890-1946)



The only appearance of Alberich in Götterdämmerung is in the dream scene with Hagen at the beginning of the second act. Alberich is Robert Burg (1890-1946), who sang in Dresden from 1916 to 1944 and was one of the best Heldenbaritons of his time. In Bayreuth he was subscibed to  the role of Alberich from 1933 to 1942 and also sang Klingsor in Parsifal 1934-39. Here is a postcard from my collection which shows him as Escamillo in Carmen. (I don't owe a photo of a Wagnerian role of him -- but I was glad that I  found the two Marta Fuchs-Brünnhildes in my postcard collection).

These are the outstanding singers of this production. Also worth mentioning is basso Friedrich Dalberg as Hagen, but I have no photo of him. He was born in England as Frederick Dalrymple in 1908 and died 1988. He sang from 1931 to 1944 in Leipzig and after the war in Munich and in London (Covent Garden).

The three Rheintöchter do their job well, but I don 't want to write about the singers. As I have a photo in my collection of Hilde Scheppan, who is one of the three, I reproduce it here without further comments.


Hilde Scheppan as Chrysosthemis in Elektra ca. 1941






I think this is a recording of high intensity, and for me it was the first time that I have listened to the Götterdämmerung in whole on one occasion. Before I only listened to single acts or scenes. The plot of the last part of the Ring always seemed a bit confusing for me and not as "organic" as in the other parts: Siegfried and Brünnhilde are deeply in love, but he forgets her soon (even if it is a magic potion which makes this) and she is frustrated and plans to murder her great love through the one who has alienated her from Siegfried - that is a lot to swallow! But - this is a recording with a high tension, not a single singer has dissapointed me, and for everyone who wants to make his peace with the Götterdämmerung this recording is a good occasion, especially when you read the text (or a good translation) while listening. 

Elmendorff builds a high tension in many scenes (rape scene of Brünnhilde Track 13, 14), but also has unusual lyrical and intimate moments, which you would not expect in Bayreuth in 1942, when heroic tones were more usual. Examples for this are the Erzählung der Waltraute (Track 12) and Siegfried's death (Track 25).

The only blemish is that the last two minutes of the second act are missing in the recording.


PS. The recording came from here:


Camilla Kallab