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Freitag, 7. Juni 2013

Hulda Lashanska (1893 - 1974) - A Lieder Recital

Hulda Lashanska - Portrait



Heute präsentiere ich ein Victor-Album mit vier 25cm-Platten mit Liedaufnahmen von Hulda Lashanska. Hulda Lashanska wurde 1893 in New York geboren und war Schülerin von Marcella Sembrich. Sie debütierte ca. 1909 und beendete ihre aktive Karriere 1937, um dann als Pädagogin zu wirken. Sie trat nur in Konzerten und Liederabenden auf und betrat nie eine Opernbühne. Die Aufnahmen auf dem Album stammen vom Ende der 30er-Jahre. Laut CHARM erschien die Schubert-Platte im Dezember 1939. Über die anderen drei Platten konnte ich nichts in Erfahrung bringen. Die Matritzennummern sind auf den Platten, wie oft bei Victor, nicht zu erkennen. Die Aufnahmen erschienen auch in der DA-Serie der HMV. Hierüber habe ich aber ebenfalls keine Daten.


Hulda Lashanska studierte nicht nur Gesang, sondern auch Klavier



Hier die Playlist:

Hulda Lashanska - A Lieder Recital

1. Auf dem Kirchhofe (Brahms)
2. Die Mainacht (Brahms)
3. An die Musik (Schubert)
4. Des Mädchens Klage (Schubert)
5. Die Nacht (Richard Strauss)
6. Ruhe, meine Seele (Richard Strauss)
7. Verborgenheit (Hugo Wolf)
8. Das verlassene Mägdelein (Hugo Wolf)

Hulda Lashanska - Sopran
Elsa Fiedler - Piano
Victor Set M 612 (four 10-inch records 2025 - 2028)
rec. ca. 1939


DOWNLOAD
(includes cover scans and booklet with song texts)

Der Text des Liedes "Des Mädchens Klage" ist im Booklet nicht vollständig abgedruckt. Da es ein recht unbekanntes Lied ist, hier der volle Text:

Des Mädchens Klage (Schiller)




Der Eichwald braust, die Wolken zieh'n,
Das Mägdlein sitzt an Ufers Grün,
Es bricht sich die Welle mit Macht, mit Macht,
Und sie seufzt hinaus in die finstre Nacht,
Das Auge von Weinen getrübet.

"Das Herz ist gestorben, die Welt ist leer,
Und weiter gibt sie dem Wunsche nichts mehr,
Du Heilige, rufe dein Kind zurück,
Ich habe gelebt und geliebet!"

Es rinnet der Tränen vergeblicher Lauf,
Die Klage, sie wecket die Toten nicht auf;
Doch nenne, was tröstet und heilet die Brust
Nach der süßen Liebe verschwund'ner Lust,
Ich, die Himmlische, will's nicht versagen.

"Laß rinnen der Tränen vergeblichen Lauf,
Es wecke die Klage den Toten nicht auf!
Das süßeste Glück für die trauernde Brust,
Nach der schönen Liebe verschwund'ner Lust,
Sind der Liebe Schmerzen und Klagen."



Stricken konnte sie auch...



In the booklet there is also a short biographical scetch of Lashanska:





Das Sängerlexikon schreibt:

Lashanska, Hulda, Sopran, * 12.3.1893 New York, † 1974 New York; ihre Familie war russisch-jüdischer Abstammung. Sie studierte zuerst Klavierspiel und Gesang am Institute of Musical Art New York bei Frieda Ashford, dann war sie während zwei Jahren Schülerin der berühmten Sopranistin Marcella Sembrich, die sie für ihre begabteste Schülerin hielt. Nach ihrem ersten New Yorker Konzert 1909 studierte sie noch für zwei Jahre in Europa. Dort trat sie nur zu Beginn ihrer Karriere 1909-10 in einigen Konzerten auf, sonst beschränkte sich ihr künstlerisches Wirken ganz auf Nordamerika. 1911 kam sie in einem von ihrer Lehrerin Marcella Sembrich arrangierten Konzert in der New Yorker Aeolian Hall zu einem sensationellen Erfolg und leitete damit eine große Konzertkarriere ein. Anschließend gab sie glanzvolle Konzerte mit dem New York Symphony Orchestra unter Walter Damrosch. 1913 unterbrach sie nach ihrer Heirat ihre Karriere, nahm diese aber 1915 wieder auf. 1918 hatte sie einen ihrer größten Erfolge, als sie in einem Sunday Night Concert der Metropolitan Oper New York auftrat. Man verglich immer wieder ihre Sopranstimme mit der der unvergessenen Alma Gluck. In der Saison 1919-20 mußte sie nochmals kurz ihre Karriere unterbrechen, eilte dann aber in den Konzertsälen der USA wieder von Erfolg zu Erfolg. Die Bühne hat sie nicht betreten. Noch 1936 gab sie mehrere glanzvolle Konzerte zusammen mit den New Yorker Philharmonikern unter Willem van Hoogstraten und John Barbirolli. Seit 1937 wirkte sie als Pädagogin.
Von ihrer dunkel timbrierten, überaus ausdrucksvollen Stimme existieren Schallplattenaufnahmen auf Columbia und Victor (hier Duette mit Paul Reimers von 1927, sodann Lieder von Schubert, J. Brahms, Hugo Wolf und Richard Strauss). 1940 erschienen auf Victor nochmals Duette mit der Altistin Kerstin Thorborg, auf denen sich die Stimme der Sängerin in ihrer ganzen Schönheit präsentiert.

[Lexikon: Lashanska, Hulda. Kutsch/Riemens: Sängerlexikon, S. 13839 (vgl. Sängerlex. Bd. 3, S. 1998 ff.) (c) Verlag K.G. Saur]


...ebenso wie Kaffee kochen!

Kommentare:

  1. Hmmm. The booklet describes her voice as having "an extraordinary beauty of tone" and the Sangerlexicon says that in the late recordings "die Stimme der Sängerin in ihrer ganzen Schönheit präsentiert" - - but I must say I don't think the recordings here present a voice like this! The tone is quite harsh, the voice doesn't sound very fresh. Did something go wrong with the Victor pressings?! I must admit to being disappointed.

    The singing is of course intelligent and the songs make a fine recital, otherwise...

    And doesn't she look calm and happy doing her knitting? :-) Lovely photos, those!

    Thank you, Emilio, once again!

    David

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  2. Thank you for your response- I am no Lashanska fan, and I think the recordings are not sensational, but also "not bad" - which is enough for if, if there are interesting titles and not always only "Heidenröslein" and "Forelle". Actually: these are the only recordings of Lashanska I know, and I like to listen to them. But your impressions are welcome; I always like to know how others "hear" the music I like to listen to.

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