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Mittwoch, 14. November 2012

Hermann Weil - Gesamt-Diskographie, Aufnahmen für Gramophone und Vox




Hermann Weil in Bayreuth 1924




Nachdem ich mich in den letzten Monaten mit den Aufnahmen von Hermann Weil beschäftigt habe, stellt sich eine Diskographie des Sängers nach meinem jetzigen Kenntnisstand wie folgt dar:

Hermann Weil Diskographie (Entwurf)


Grammophon Predog ca. 1908  (Conductor Bruno Seidler Winkler)

Afrikanerin: Dir o Königin  4-42166
Traviata: Heimatliches Land  4-42167
Maskenball: Ja, Du warst  4-42185
Cosi fan Tutte: Duett mit MÜLLER 2-44487

Grammophon 23.IX.1911  (Conductor probably Bruno Seidler Winkler)

Faust: Valentins Gebet  042326
Meistersinger Fliedermonolog  042325
Bajazzo Prolog  042359
Tannhäuser: Wohl wusst ich  4-42429
Meistersinger: Schusterlied  4-42491


Odeon 1910/1911  (Conductor Eduard Künnecke)

Tannhäuser-Set von 1910 mit Vogelstrom, Krull
Traviata-Duett mit BOSETTI (4 Seiten)
Rigoletto-Duett mit BOSETTI (2 Seiten)
Boheme-Duett mit VOGELSTROM
Bajazzo-Prolog xxB 4948, 76071
Traviata: Heimatliches Land xB 4946, 99551
Faust: Valentins Gebet xB 4952, 99553
Carmen: Torerolied xB 4947, 99552
Bajazzo-Duett mit BOSETTI xB 5152, 99659

Afrikanerin: Dir o Königin 99547
Trompeter von Säkkingen: Behüt Dich Gott 50705, xB 4936
Faust: Wohlan, unterschreibe mit VOGELSTROM  xB 5156, 99662
Boheme Quartett mit BOSETTI, HAFGREN, VOGELSTROM xxB 5159, 76128


Pathé  ca. 1912 Berlin

54632 Tannhäuser Abendstern
54633  Trompeter Von Säkkingen: Ihr heisset mich willkomen
54634  Afrikanerin Dir Königin
54635  Nachtlager von Grananda mit MÜLLER, BURCHARDT
54636  Heimkehr (C.Kromer)
54637 Traviata Heimatliches Land
54638 Tannhäuser Wohl wusst ich
54639 Zar und Zimmermann: Sonst spielt ich
54640 Tannhäuser Als du in kühnem Sange


Columbia USA ca. 1912/14

Die beiden Grenadiere / Waldandacht A5864
Schwäbischer Ländler / Das Steierland E 3172
Im Walde / Matrosenlied  E 3403
Fliegerlied (Zuschbeid) – mit Orchesterbegleitung (Metropolitan Opera Company) E 3272 43952
Lied des Czaren aus „Czar und Zimmermann“ – mit Orchesterbegleitung (Metropolitan Opera Company) E 3272 44009


Vox 1921

10 Titel:
4x 25 cm mit Klavier
2x 25 cm mit Orchester
4x30 cm mit Orchester
(see below)

 
Nola Recording Studios

Neig’ holde Knospe 24.5.1943 – Privataufnahme – Klavier und Gesang H. Weil
Fiedelmann 24.5.1943 – Privataufnahme – Klavier und Gesang H. Weil

***
Die kursiv gedruckten Titel liegen mir derzeit (noch) nicht vor. Falls Leser dieses Blogs hier helfen können, wäre das schön. Vermutlich kann ich aber die fehlenden Aufnahmen auch noch demnächst aus anderen Sammlungen bekommen. Falls jemandem Aufnahmen von Hermann Weil bekannt sind, die oben nicht aufgelistet sind, wäre das besonders wichtig, wenn ich darüber eine Angabe erhalten könnte. Lücken in den Matritzennummern legen es nahe, dass es weitere Aufnahmen von Hermann Weil gegeben hat.


Ich beginne nun mit der Veröffentlichung  der Aufnahmen von Hermann Weil, die ich alle von Schellackplatten überspielt habe. Der erste Teil beinhaltet die Aufnahmen für die Gramophone und die Aufnahmen für die Berliner Firma Vox. Sie stellen die frühesten und die spätesten kommerziellen Aufnahmen von Hermann Weil dar und geben ein gutes Bild von der Stimme, den Fähigkeiten und dem Repertoirre des Sängers ab. Sowohl Verdi als auch Wagner sind vertreten, und in beiden Fächern kann er überzeugen. Weiterhin finden sich eine seriöse Liedaufnahme (Strauss), Salonmusik und eine Eigenkomposition von Hermann Weil mit dem Titel "Neig, holde Knospe".

(Der Text dazu stammt von Mirza-Schaffy und wurde auch von Anton Urspruch (1850-1907) vertont. Er lautet: Neig, holde Knospe dich zu mir / und was ich bitte, das tu' mir. / Ich will dich pflegen und halten! / Du sollst bei mir erwarmen, / du sollst in meinen Armen / zur Blume dich entfalten! / Neig, holde Knospe, dich zu mir!)

Bei Tannhäuser und Margarethe kann man die frühen und späten Aufnahmen vergleichen. Obwohl er viele Titel seines Repertoires für verschiedene Firmen wiederholt aufgenommen hat, sind der Fliedermonolog und das Schusterlied von 1911 die einzigen Aufnahmen  seines Rollenportraits von Hans Sachs, den er bei den Bayreuther Festspielen 1911, 1912, 1924 und 1925 verkörperte. Interessant ist auch das Duett mit Peter Müller, einem Tenor, der ebenso wie Hermann  Weil an der Stuttgarter Oper sang.

Hier die Playlist:

Hermann Weil recordings vol. 1 (Gramophone and Vox)

1.   Afrikanerin: Dir, o Königin (Meyerbeer)  Gramophone Predog 4-42166 (5177 r)
2.   Traviata: Hat Dein heimatliches Land (Verdi)  Gramophone Predog 4-42167 (5179 r)
3.   Maskenball: Ja, Du warst's (Verdi)   Gramophone Predog 4-42185 (5180 r)
4.   Cosi fan tutte: Duett ("Traget sanft mit leisem Wehen", = Secondate, aurette amice (dt.) 
       Mozart)   mit Peter MÜLLER      Gramophone Predog 2-44487 (5187 r)
5.   Meistersinger: Schusterlied (Wagner)   Gramophone 4-42491 (356 ak)
6.   Tannhäuser: Wohl wusst ich, hier sie im Gebet zu finden (Wagner)  
      Gramophone 4-42492 (357 ak)
7.   Meistersinger: Fliedermonolog (Wagner)     Gramophone 042325 (2 aL)
8.   Margarethe: Valentins Gebet (Gounod)   Gramophone 042326 (3 aL)
9.   Bajazzo: Prolog (Leoncavallo)   Gramophone 042325, 65142 (4 aL) 
10. Tannhäuser: O kehr zurück, Du kühner Sänger (= Als Du in kühnem Sange)
      Vox *3082 (104 A)
11.  Tannhäuser: Wohl wusst ich, hier sie im Gebet zu finden (Wagner)  Vox *3082 (105 A)
12.  Nachtlager von Granada: Ein Schütz bin ich (Kreutzer)   Vox *3081 (106 A)
13.  Traviata: Hat Dein heimatliches Land     Vox *3081 (107 A)
14.  Zueignung (Strauss)  Vox 3079 (187 B)
15.  Im Walde (Wallbach)   Vox 3079 (188 B)  
16.  Aus der Jugendzeit (Radecke)   Vox 3080 (189 B)
17.  Neig, holde Knospe (Hermann Weil)   Vox 3080 (190 B)
18.  Margarethe: Valentins Gebet (Gounod)      Vox 3081 (191 B)
19.  Zar und Zimmermann: Sonst spielt' ich (Lortzing)   Vox 3081 (192 B)

Recording Dates: 1908 (Nr. 1-4), 23.IX.1911 (Nr. 5-9), ca. 1921 (Nr. 10-19)
30 cm / 12 inch: Nr. 7-13, alls others 25 cm / 10 inch
All recordings with orchestra exept Nr. 14-17 with piano
Nr. 1-9 recorded in Stuttgart and conducted by Bruno Seidler-Winkler, Nr. 10-19 in Berlin

Bonus track: 20. JAQUES URLUS - Bajazzo: Nein, bin Bajazzo nicht bloß (Leoncavallo)  Gram. 042358, 65142 (605 m) (Back / Rückseite von Nr. 9)

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Peter Müller (Tenor), Kgl. Württembergischer Kammersänger, Stuttgart



Müller, Peter, Tenor, * 26.4.1863 Koblenz, † 7.3.1914 Stuttgart; er war nach kurzer Ausbildung als Chorist an den Theatern von Koblenz und Zürich tätig und kam 1885 in gleicher Eigenschaft an die Hofoper von Stuttgart. Die Intendanz des Hauses ließ ihn weiter ausbilden, so daß er schließlich hier 1890 als erste Solopartie den Lyonel in Flotows »Martha« sang. Gastspiele führten ihn seit 1897 an das Opernhaus von Frankfurt a.M., seit 1900 an das Stadttheater von Zürich, weiter an das Opernhaus von Leipzig (1897), an die Hoftheater von Wiesbaden (1901) und Karlsruhe (1909) und an die Hofoper München (1904). Hatte er zunächst in der Hauptsache lyrische Tenorpartien gesungen, so fügte er später einige schwerere Partien in sein Repertoire ein (Erik im »Fliegenden Holländer«, Pedro in »Tiefland« von E. d'Albert). Im einzelnen sind aus seinem Repertoire für die Bühne zu nennen: der George Brown in »La Dame blanche« von Boieldieu, der Wilhelm Meister in »Mignon« von A. Thomas, der Chapelou im »Postillon de Lonjumeau« von A. Adam, der Leopold in »La Juive« von Halévy, der Titelheld in »Hoffmanns Erzählungen«, der Alfonso in »La Muette de Portici« von Auber, der Tonio in der »Regimentstochter« von Donizetti, der Graf Almaviva im »Barbier von Sevilla«, der Arnoldo in Rossinis »Wilhelm Tell«, der Pinkerton in »Madame Butterfly« und der Turiddu in »Cavalleria rusticana«. 1894 sang er an der Stuttgarter Oper in der Uraufführung der Oper »Der Pfeifer von Hardt« von Ferdinand Langer. Er trat auch gerne in Operetten auf und wurde als Konzertsänger geschätzt. Er wurde durch einen ganz plötzlichen Tod aus seiner Karriere herausgerissen.

Schallplatten: HMV (Stuttgart, 1908), Odeon, Parlophon, Pathé (Berlin, 1912, darunter Duette mit M. Junker-Burchardt).

[Lexikon: Müller, Peter. Großes Sängerlexikon, S. 17226
(vgl. Sängerlex. Bd. 4, S. 2457 ff.) (c) Verlag K.G. Saur]


****


Here I present the first part of the recordings of Hermann Weil, all transfered from original shellack records. This playlist gives a cross section through the repertoire and art of Hermann Weil with Wagner, Verdi, Lied and popular songs and shows his earliest and latest commercial recordings. His other recordings will follow in a few weeks or months (the next will be the Odeons). It was a great deal of work to get all of his recordings and transfer them (I am not ready with it yet), but until now I can say it was worth the labour, and I hope that you will enjoy like me the discovery of a unique artist with a great voice and personality. For a biography see: My article from June

If you have addenda to the outlined discography at the beginnning of the article, please let me know! (For example: are there more American Columbias?)




Hermann Weil on Predog


Hermann Weil on Gramophone




Hermann Weil on Vox















Kommentare:

  1. Thanks Emilio - this is a very exciting compilation! I look forward to listening carefully. And thank you for all the 78 labels - mp3s are very nioce but they don't have the same tactile quality as the 78s, at least I can dream I am holding them as I look at the picture of each while hearing the music! David

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    1. Now that I have listened to the records, maybe a few comments on the voice & technique? He certainly has a lovely voice - very even at the top & the bottom notes; in the early Tannhauser recordings the sustained, lyrical high sections are really beautiful. He has a good sense of line, and makes the tunes sing - which is not always true, especially in Wagner - but I thought he couldn't make some of the later Wagner come to life, where it is less clearly lyrical in style. Also, in some of the Italian pieces (like that early 'Eri tu') there's not much difference between the 'angry' and 'tender' moments. My impression is that he was an excellent singer, but not so good at characterisation, at least on record; on stage perhaps he made up for it in acting, but voice acting for records was a fairly new art at this time!

      But in these weaknesses he is like many Germans of his generation, I think? I certainly don't recall hearing much good Italian opera from Germany around this period (except maybe some verismo) - I think it was out of fashion. And the quality of the voice stands out in the German repertoire, where I can't think of many strong resonant low voices like his!

      Thank you again for the opportunity to make his acquaintance: now I'm looking forward to vol. 2 :-)

      Best wishes

      David

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